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Köstliche aus Charneux

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Durchs Jahr mit der „Köstlichen aus Charneux"

Neuer Baum fürs Dührener Klassenzimmer im Grünen

War der Kraichgau noch bis vor wenigen Jahren reich an Streuobstwiesen, nimmt deren Anzahl in jüngster Zeit immer mehr ab. Dem wirkt die dritte Klasse der Giundschule Dühren bereits im dritten Jahr mit der Teilnahme an dem Projekt „Das Klassenzimmer im Grünen" des Landschaftserhaltungsverbandes entgegen. Hierzu gehört, neben dem Ernten von Früchten, stets das Pflanzen und Beschneiden eines Baums. Nach einer Hauszwetschge und dem Apfel der Sorte Goldparmäne war in diesen Tagen ein besonderer Birnbaum an der Reihe.
„Wir setzen auf alte, robuste und leckere Sorten", betonte die Streuobstpädagogin Ute Walter, deren Wahl konkret auf die „Köstliche aus Charneux" gefallen war. Ums Jahr 1800 auf dem Gut von Legipont in Charneux - heute Teil der Stadt Herve in der belgischen Provinz Lüttich - gefunden, wurde der Zufallssämling ab 1828 von Wilhelm Walker,
Gärtner an der Königlich Württembergischen Land- und Forstwirtschaftlichen Lehranstalt in Hohenheim, im Kraichgau verbreitet.
Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Alexander Brehm, übernahm die Streuobstpädagogin die Hauptarbeit. Natürlich durfte aber auch der Nachwuchs mit anpacken, das Pflanzloch für den Baum ausheben und ihn am Ende gießen. Der Standort in der Höhenstraße am Rand eines Spielplatzes wurde so gewählt, dass die Kinder ihren Baum praktisch immer besuchen und daran den Wechsel der Jahreszeiten beobachten können.
Klassenlehrerin Theresa Müller freute sich über diese Möglichkeit und lobte die Art der Wissensvermittlung, die „Das Klassenzimmer im Grünen" biete. Die Kinder lernen dort den besonders artenreichen Lebensraum Streuobstwiese im Lauf eines Jahres näher kennen. Spielerisch erfahren sie dabei die Bedeutungvon Streuobstwiesen, welche Pflanzen und Tiere hier leben sowie Pflege und Verwertung mit allen Sinnen. Hierbei entstehen Fragen, wie: „Wachsen Zitronen auf der Streuobstwiese?" ‚„Wohnt jemand in einer Baumhöhle?" oder „Wie wird aus einer Blüte ein Apfel?"
Bei der Antwort half auch Alexander Brehm und sicherte zu, dass der Obst- und Gartenbauverein die Patenschaft für den
Birnbaum übernimmt. Daraufhin wurde er mit einem Hinweisschild auf das 1250. Jubiläum Dührens versehen, bevor die Streuobstpädagogin das letzte Wort hatte: „Es gibt Hoffnung für den Lebensraum, wenn sich in jeder Klasse nur Wenige finden, die sich langfristig für Streuobstwiesen interessieren, vielleicht sogar eine pachten oder kaufen und sich so für den Erhalt einsetzen."

Artikel von Alexander Becker, RNZ

Bericht aus der RNZ

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